Schließung des Hauses Rosalie Rendu
Das Haus Rosalie Rendu wird zum 30. Juni 2026 geschlossen.
Das Haus Rosalie Rendu wurde 1998 von den Vinzentinerinnen gegründet und über viele Jahre hinweg getragen. Es war ein wichtiger Bestandteil der Hilfe für wohnungslose Frauen in Köln.
Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg bot die Einrichtung Frauen in akuten Notlagen Schutz, Unterstützung und eine Perspektive für einen Neuanfang. Für viele Frauen war das Haus ein verlässlicher Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und Stabilität entwickeln konnten.
Dabei war Haus Rosalie Rendu mehr als ein Hilfsangebot: Die tägliche Arbeit war geprägt durch die persönliche Begleitung der Schwestern sowie durch sozialarbeiterische Unterstützung. Grundlage waren Prinzipien wie Hilfe zur Selbsthilfe, Ressourcenorientierung und die Stärkung der Selbstbestimmung jeder einzelnen Frau.
Für die Vinzentinerinnen war dieses Engagement stets ein Herzensanliegen.
Die Entscheidung zur Schließung ist den Schwestern außerordentlich schwergefallen. Hintergrund ist insbesondere, dass die Ordensgemeinschaft das Angebot perspektivisch nicht mehr in der bisherigen Form aufrechterhalten kann – vor allem aufgrund des hohen Alters vieler Schwestern und der damit verbundenen Grenzen in der täglichen Versorgung.
Gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren intensiv an einer fachlichen Weiterentwicklung des Angebots gearbeitet. Ziel war es, die bisherigen Angebotsformen zu einem niedrigschwelligen, mittelfristigen Unterbringungs- und Beratungsangebot weiterzuentwickeln, das den komplexen Bedarfen wohnungsloser Frauen noch besser gerecht wird.
Es wurden frühzeitig Gespräche geführt, um eine Fortführung des Angebots auf dieser Grundlage zu ermöglichen. Dabei bestand unter anderem die Bereitschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Köln e. V., das Haus zu übernehmen und in bestehende Strukturen zu überführen. Trotz dieser Bemühungen konnte keine tragfähige Lösung erreicht werden. Eine Weiterführung hätte verlässliche strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen sowie die Mitwirkung der Stadt Köln erfordert. Diese Voraussetzungen konnten nicht hergestellt werden.
Vor diesem Hintergrund hat der Orden entschieden, die Versorgungsleistungen zum 30. Juni 2026 einzustellen und die Einrichtung bis zum 31. Juli 2026 geordnet abzuwickeln.
Wir bedauern diese Entwicklung sehr.
Hinweis für Anfragen
In den kommenden Tagen wird diese Entscheidung auch öffentlich kommuniziert.
Für Rückfragen sowie für Presse- und Medienanfragen steht eine zentrale Ansprechpartnerin zur Verfügung:
Silke Mehre
Einrichtungsleitung
kommunikationhr@vinzentinerinnen.de
Die Kommunikation erfolgt zentral über diese Stelle. Anfragen per E-Mail werden gesammelt entgegengenommen und beantwortet.
